Blick von der Wartburg

Ziel der WfF Sommertour 2019 war die Wartburgstadt Eisenach am Rande des Thüringer Waldes und unweit des Nationalparks Hainich gelegen. Für die 50 Teilnehmer*innen mussten gleich zwei Unterkünfte im Vorort Wutha-Farnroda gebucht werden: Die Pension Zapfengrund und das Hotel Bamberger Hof – vermutlich wegen der Ausrichtung auf Radtouristen konnten sich die Gäste des Bamberger Hofs besonders an dem reichhaltigen Frühstück erfreuen.

Die guten Kalorien suchten natürlich nach Verwendung an den Pässen und Rampen der Mittelgebirgslandschaft Thüringens und Hessens, wozu täglich rennradtauglich eine mittlere Strecke mit ca. 100 km und eine längere Strecke mit ca. 150 km angeboten wurden. Für eine speziell von Tom (der auch die Gesamtleitung inne hatte) betreute Gruppe junger und jung gebliebener Teilnehmer*innen gab es kürzere Strecken mit zumeist rund 50 km Länge. Die führten gern auch mal ins Gelände und boten sportliche Betätigung für die ganze Familie.

Wir konnten uns nicht immer an strahlendem Sonnenschein erfreuen, aber die einzelnen Regenschauer waren zwar kräftig, dafür meistens recht kurz, sodass im Grunde alle Radler*innen weitgehend trocken blieben. Sogar der für den letzten Tourentag angekündigte Regen blieb komplett aus, dafür gab es nochmal reichlich Sonne bei angenehmen Temperaturen.

Das traditionelle Radlerbuffet wurde vom flexiblen Betreuungsteam Gerlinde, Renate, Bodo und Ulrich organisiert und von allen Teilnehmer*innen gut angenommen. Selbst die zwischenzeitliche Abreise einer Betreuerin aufgrund eines familiären Todesfalls wurde ausgezeichnet gemeistert, da die Familie Strasser dafür einsprang. So konnten die Teilnehmer*innen bequem und genüsslich ihren Körnervorrat auffüllen, um die welligen, zum Zeil mit längeren Anstiegen versetzten Strecken durch das Thüringer Land zu genießen.

Touristische Highlights waren neben dem Thüringer Wald, mit dem bekannten Skiort Oberhof, und dem Hainich, der Rennsteig – ein Teil davon wurde von den Geländeaffinen befahren –  und viele hübsche Orte, darunter Bad Langensalza und Mühlhausen. Aber auch für kulturell Interessierte gab es viel zu entdecken und zu erleben: Das Programm stand zum einen mit dem Besuch des Grenzmuseums in Philippsthal und einigen Überbleibseln der früheren Grenzbefestigung im Zeichen der Historie West- und Ostdeutschlands. Zum anderen bekamen die Besucher des Automobilmuseums bei einer ausführlichen Führung einen Einblick in den Pioniergeist der frühen Automobilmanufaktur in Eisenach – über die Eisenacher Motorenwerke mit erfolgreichen Teilnahmen am nationalen Rennsport bis hin zur Fabrikation der bekannten Wartburg-Modelle. Natürlich gehörte aber auch der Besuch der Wartburg zum kulturellen Muss, wofür der Ruhetag die Möglichkeit bot. Dies ließ sich zudem schön mit einem Stadtbummel und dem Besuch einer leckeren Eismanufaktur in Eisenach verbinden.

So blicken wir auf eine abwechslungsreiche Radwoche zurück und freuen uns auf die nächste Sommertour; es gibt schon erste Gerüchte über Bamberg als mögliches Ziel…

Rückblick WfF Sommertour 2019: Sternfahrten rund um die Wartburg