Europa ist 50 - 5 EU-Länder waren unser Ziel
WfF Europa Radtour 2007 Berlin – London
Von Norbert Kübart (RV Endspurt v. 1905 e.V. Hamburg)
WfF – Wir fahren Fahrrad, der Name des Vereins ist Programm. Auf 12 Etappen innerhalb von 13 Tagen von Berlin nach London radeln. Das auch noch, ohne sein Gepäck selbst mitschleppen zu müssen. Begleitet von ein oder zwei Fahrzeugen und emsigen Helfern, die einem alle Wünsche von den Augen ablesen und vor allem, wenn man gerade hungrig und durstig ist und droht, mit einem Schwächeanfall vom Rad zu fallen, ein Buffet kredenzen. Herrliche Aussichten!
Obwohl diese herrlichen Aussichten für alle insgeamt 41 aktiv radelnden Teilnehmer (plus 5 Betreuer in den zwei Begleitfahrzeugen) galten, gibt es doch unzählige Perspektiven, aus denen man von dieser Tour berichten könnte. Zwar wurde in Berlin bzw. in Potsdam in zwei großen Gruppen gestartet, doch entgegen meinen Erwartungen zerlegte sich das große Feld im Laufe jeder Tagesetappe in Klein- und Kleinstgruppen bis hin zu radelnden Individuen. Radler sind wohl Individualisten.
Da gab es sowohl homogene Leistungsgruppen als auch spontan zusammen gewürfelte Gruppen: die ganz schnellen Leistungsstarken oder die guten Kletterer; die Langsamen und die Bedächtigen, die auch mal nach dem Weg fragten oder die Karten versuchten genau zu verstehen; die Besserwisser, die immer einen noch besseren Weg fanden; die Navigerät-Hörigen, die qua Technik am besten Bescheid wussten bzw. Bescheid zu wissen meinten; die Eiligen, die, koste es, was es wolle, als Erste im Quartier sein wollten; die Genießer, die vor allem die Kaffeestuben ausfindig machten; die Kulturbeflissenen und noch einige andere. Jeder hätte seine eigene Geschichte zu erzählen, weil die Erfahrungen am Ende eines Tages so unterschiedlich waren wie die gewählten Routen.
Dazu muss man wissen, dass nicht etwa am Anfang einer Tagesetappe das Tagesziel vorgegeben wurde in der Form der Aufgabe, sich auf eigene Faust irgendwie von A nach B durchzuschlagen. Die Gesamttour sowie jede Tagesetappe waren akribisch vorbereitet (maßgeblich durch meinen Vereinskollegen Karsten Kiehn, der neben Lars Burghardt und mir zu der Gruppe von drei gestarteten „Endspurtlern“ gehörte). Jeder Radler und jede Radlerin bekam für jede Etappe Übersichtskarten, Streckenpläne, Erläuterungen zu wichtigen Highlights auf der Route und Detailkarten fürs Etappenziel in die Hand gedrückt. Besser geht’s nicht. Trotz alledem musste manchmal unterwegs gerätselt werden, wo es denn nun lang geht. Das liegt aber in der Natur der Sache. Manchmal an den Fähigkeiten der Teilnehmer, Karten zu lesen und (nicht) zu verstehen. Manchmal an der Wirklichkeit selbst, die sich der Abstraktion der Karte nicht beugen will.
Es wurden zwei Alternativrouten angeboten, eine lange mit mehr Höhenmetern als stärkere Herausforderung und eine kurze, für diejenigen, die da nicht mitkonnten oder -wollten. Am Ende des Tages konnte dann im Sinne des oben Gesagten verglichen werden, wie diese Vorgaben locker und oft reichhaltig differenziert worden waren.
Die Planung gab uns vor, unsere Republik einmal weitgehend von Ost nach West zu durchqueren, sie südlich oder nördlich von Aachen je nach gewählter Route zu verlassen, um weitere vier EU-Länder (Holland, Belgien, Frankreich und Großbritannien) mit unserer Anwesenheit zu beehren.
Genussradeln und
Höhenmeter sammeln
Die erste Etappe von Berlin/Potsdam nach Zerbst diente bei strahlendem Sonnenschein und flachem Gelände zum Einrollen. Keine große Anstrengung. Der nächste Tag, wie beinahe alle weiteren auch, brachte uns dann in etwas fordernderes Gelände. Über Quedlinburg an den Rand des Harzes, dort dann hinein auf die uns „Endspurtlern“ von den Pfingstausflügen bestens bekannte „Hausstrecke“ von Gernrode über Stiege nach Hasselfelde. Wer den prächtigen Tag nutzen wollte, konnte sich Richtung Thale zur Rosstrappe und zum Hexentanzplatz begeben, sich dort verausgaben, um am Ende der Etappe 130 km und ca. 1300 Hm geschafft zu haben.
Überhaupt hatten nahezu alle Etappen im Schnitt eine Länge von 100 km bis 130 km, egal, ob kurz oder lang gefahren wurde. Und unversehens hatte mancher vermeintlich kurz Fahrende auch 130 km auf dem Tacho oder gar mehr, wenn mal ungeschickt abgebogen oder zu kreativ die Karte gelesen worden war.
Insgesamt ist es den Planern der Fahrt gelungen, ziemlich gut die deutschen Mittelgebirge zu würdigen, die irgendwie alle quer zur Fahrtrichtung stehend schwer zu umfahren waren. Ein jeder hat so etliche Höhenmeter einsammeln können, der es vielleicht gar nicht wollte oder dem bei Antritt der Fahrt noch gar nicht bewusst war, was auf ihn zukommt. Aber der Durchschnittsradler liebt ja die Herausforderung der Berge. Er war froh, obwohl weitab von alpinen Hochgebirgsverhältnissen, Höhenmeter sammeln zu können. So kamen auf unser insgeheim „Königsetappe“ genannten Teilstrecke von Hann. Münden nach Winterberg am Kahlen Asten im Rothaargebirge 1700 Hm für die Kurzstrecke bzw. 2500 Hm für die Langstrecke auf 115 km bzw. 155 km zusammen.
Die ersten drei Tagesetappen waren das reine Genussradeln bei sommerlichem Wetter, einsamen Straßen und netten Orten wie z. B. Quedlinburg, Duderstadt und Hann. Münden. Dann jedoch schlug das Wetter zu. Den Kahlen Asten konnten wir bei Regen und sehr tief hängenden Wolken nur ahnen, gesehen haben wir ihn nicht. Vermutlich bewegten wir uns in Winterberg (667 m über Meereshöhe) bereits mitten in den Wolken.
Die beiden folgenden Etappen von Winterberg nach Gummersbach und von dort nach Köln waren dann die Wetter-Königsetappen bei strömendem Regen. Wie schön und landschaftlich reizvoll hätte zumindestens die Fahrt zwischen Winterberg und Gummersbach sein können. So war dann aber jeder mehr mit sich und dem fließenden Wasser beschäftigt, als sich an Landschaftsschönheiten satt zu sehen. Der eine oder andere Mitstreiter soll die Etappe nach Köln in kompletter Montur unter der Dusche beendet haben. Nass war man sowieso. Und es galt, jene Mitbringsel aus der Natur wieder zu entsorgen, die man sich eingefangen hatte bis zum Helm hinauf. Dies besonders während einer Querfeldein-Einlage über einen kleinen Berg mitten durch einen Wald auf einem aufgeweichten Naturweg. Kurz gesagt: ein ultimativer Geheimtipp, um schneller zum Ziel zu gelangen.
Der Ruhetag in Köln war aus nahe liegenden Gründen dringend notwendig, um die Radlerkluft wieder herzurichten und vor allem zu trocknen. Ruhetage sind aber auch Kulturtage! Dom und Museen, auch Konzerte, standen jetzt im Focus der Radler. Das Sport- und Olympiamuseum, das gemeinsam besucht wurde, konnte viele allerdings nicht ganz überzeugen. Der Name verspricht mehr als er hält, fanden sie. Man mag über diese Ansicht streiten. Am beeindruckendsten für den Radler war noch ein Rennrad auf der Rolle, mit dem ein großer Ventilator angetrieben werden konnte, der richtig starken Gegenwind erzeugte. Höchste, mit eigener Kraft erzielte Geschwindigkeit: 60 km/h. Gut zu studieren war für die Zuschauer der Aktion, welch rohe Kräfte auf Rahmen und Laufräder wirken, wenn jemand brutal in die Pedale tritt.
Der Dom erzeugte wie alle gotischen Kathedralen Staunen, auch wenn er erst nach sehr langer Bauzeit im 19. Jahrhundert, also viele hundert Jahre nach dem Ende der Gotik, beendet worden war. Studiert wurde ebenfalls, vereinzelt auch sehr intensiv, ein Kölner Kulturprodukt: das Kölsch. Menge und Gehalt der reagenzgläserartigen Stangen wurden aber mehrheitlich als zu leicht empfunden. Weniger kritisch gesehen wurde ein anderes Kölner Kulturprodukt: BAP. Diese Gruppe gab direkt auf der Domplatte ihr Tournee-Abschlusskonzert. Da sich das Wetter mittlerweile eines Besseren besonnen hatte, konnte es von jenen im Freien genossen werden, die die richtige Altersklasse hatten, um mit dieser Gruppe etwas anfangen zu können und die überhaupt die Unterkunft verlassen hatten, um sich noch mal ins Nachtleben zu stürzen. Plötzlich schmeckte dann auch das Kölsch!
Zwei Unterkunftsvarianten gab es: einerseits schlicht für die Jüngeren oder jung Gebliebenen, andererseits etwas komfortabler für die älteren Herrschaften. Schlicht hieß in Deutschland: Turnhalle oder auch Jugendzentrum und Naturfreundehaus. Komfortabler: Pension oder Hotel. Das Leben tobte natürlich in den einfacheren Unterkünften, in denen die Mehrheit unterkam. Zu bemerken ist dazu, dass der Verein WfF Berlin ehedem ein Jugendverein war, der einfache Radetappenfahrten für Jugendliche im Sommer veranstaltete. Heutzutage hat sich der Verein sowohl in seinem Angebot an Sportarten als auch altersmäßig verändert. Die Fahrten im Sommer sind für alle Altersklassen geöffnet. Auch Vereinsfremde wie wir Endspurtler können daran teilnehmen. Das Altersspektrum bei dieser Tour reichte von 17 bis 73 Jahren.
Das Wetter beruhigt, die Radler frisch gekleidet und gestärkt nach dem Ruhetag, begann die zweite Halbzeit der Tour mit dem nächsten Ziel Maastricht. Die Eifel-Runde dorthin war die längere und sicher befriedigendere, die kurze Variante war langweilig und durch viele Ortsdurchfahrten geprägt. Dem Ehrgeiz der Planer entsprechend gab es noch ein kleines Highlight für alle gegen Ende dieser Etappe: den Cauberg in Valkenburg in Holland, in den letzten Jahren regelmäßig Ziel des Amstel Gold Race. Überhaupt durften wir uns in den nächsten Tagen an ausgesuchten Anstiegen in Belgien und Frankreich im eigentlich weitgehend flachen Terrain erproben, die sonst zu den Höhepunkten der Frühjahrs-Radklasssiker Flandern-Rundfahrt und Paris - Roubaix gehören. Der Cauberg wurde allgemein als wenig aufregend empfunden. Im Fernsehen wirkt er spannender, steiler, höher. Nun gut. Die Profis haben dann schon viele Kilometer in den Beinen. Und etwas schneller als wir fahren sie den Cauberg wohl auch hoch. Und es geht um den Sieg. Für uns ging es um nichts, außer radelnd hoch zu kommen. Der Sekt am Scheitelpunkt wurde leider einer anderen Gruppe gereicht.
Unspektaktulär waren alle Grenzübertritte. Meist bemerkten wir sie nicht einmal, oder um genau zu sein, erst nicht. Dann schon. Am Fahrbahnbelag. In Holland: alles wunderbar, klasse Radwege, guter Belag, es rollt. Obwohl, um ehrlich zu sein: an einigen Stellen nervt die Radwegepflicht schon. In Belgien: Die Vorbildlichkeit der Straßen und Wege ist Vergangenheit. Diejenigen unter uns, die ostdeutsch sozialisiert sind, fühlen sich verdammt erinnert an DDR-Straßenbautechnik: schön rauer Beton, deutlich erhabene Nähte zwischen den Platten, da und dort scheint es nicht angeraten, über die Fahrbahnmitte hinaus zu fahren. Die Mittelfugen sind wie tiefe Straßenschienen ausgebildet! Ist Belgien verarmt? Beleuchten die Belgier eigentlich noch ihre Autobahnen? Frankreich kann dagegen wieder mit ordentlichen Straßen aufwarten. Und in England? Auf den größeren Straßen, unseren Bundesstraßen und Landesstraßen vergleichbar, kann man gut rollen. Der Verkehr dagegen ist beängstigend und lässt es angeraten erscheinen, sich in die Büsche zu schlagen. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Denn die Straßen, vergleichbar in ihren Ausmaßen mit unseren asphaltierten Wirtschaftswegen, werden oftmals sehr eng von hohen, dichten Hecken gesäumt und an manchen Stellen überkronen sie die Wege. Jedenfalls in der Grafschaft Kent, die wir auf dem Weg nach London durchrollten. Sehr angenehme Sträßchen also, einsam, schön welliges Terrain, manchmal mit kurzen, giftigen Anstiegen und sehr schönen Ansichten von kleinen Weilern, Orten oder Herrenhäusern und Gärten. Aber irgendetwas stimmte trotzdem nicht. Allein auf der ersten Insel-Etappe hatten wir so viele Pannen wie während aller Etappen vorher zusammen nicht.
Maastricht ist den meisten von uns geläufig durch den Vertrag von Maastricht, der die Gründung der Europäischen Union auf neuer Grundlage bedeutete. Das Städtchen selbst ist wesentlich lebendiger als dieser trockene, politische Begriff es vermuten lässt. Es scheint selbst dem eiligen, durchreisenden (Rad-)Touristen durchaus liebens- und lebenswert zu sein. Unsere Tour durch das zusammenwachsende Europa führte uns folgerichtig kurz darauf in Brüssel ins Europäische Parlament. Die europäische Idee brachte uns in geschmeidiger, aber überzeugender Art ein deutscher Beamter in EU-Diensten nahe. Die Praxis dazu erlebten wir etliche Tage am eigenen Leib: Die Grenzübertritte geschahen quasi unmerklich. Auf der letzten Festlandsetappe von Roubaix (unserem nächsten Ziel hinter Brüssel) nach Calais, waren wir laut Streckenplan plötzlich wieder in Belgien. Gemerkt hat es keiner so recht. Und nur mit einer Währung auszukommen, hat auch seinen Vorteil. Gnädig wollen wir von der britischen Eigenheit, sich weiter eine eigene zu leisten, mal absehen. Der Traum von der großartigen eigenen Vergangenheit ist eben noch nicht ganz ausgeträumt.
Roubaix, unser erstes Ziel in Frankreich: nun ja. Für den Radsportfan klingt der Ortsname großartiger als die Wirklichkeit den Ort erscheinen lässt. Großartiger war vorher die sog. Mauer von Geraardsbergen oder französisch: Mur de Grammont. Sie ist Teil der Flandern-Rundfahrt und war oft genug rennentscheidend. Wenig aufregend auf den ersten 500 Metern am Anfang, geht es dann plötzlich im zweiten Teil zur Sache. 44 Meter Höhenunterschied auf 475 Metern, 9,3% Steigung im Schnitt, an der steilsten Stelle aber 20%. Das war mal was für die Kletterer. Das vorgeblich mit Millionenaufwand erneuerte Kopfsteinpflaster war die giftige Würze. Was daran eigentlich verbessert worden ist, blieb mir ein Rätsel. Die Aussicht auf das rundum flache Land hingegen ist gut.
Noch einmal spannend war es, auf dem anschließenden Streckenabschnitt nach Calais Highlights der Frühjahrs-Radklassiker testen zu dürfen: Rodeberg, Mont Noir, Mont des Cats (Katzenberg). Und auch der unerwartete Anstieg nach Cassel, wiederum auf knackigem Kopfsteinpflaster, hat es in sich. Und schon standen wir am Ärmelkanal in Calais. Der Radler musste ein anderes Verkehrsmittel wählen, das Schiff.
Aufgewühltes
Wasser, liebliche Landschaft
Der Südostwind wühlte am folgenden Tag sowohl die Wasser des Ärmelkanals auf als auch leider Gleichgewichtssinn und Magen einiger Mitradler. Bedenklich changierte die gesunde Gesichtsfarbe, gewonnenen während manch langer Etappe, nun nach Bleich-Grün. Für die nach kurzer Überfahrt in der Sonne aufblitzenden Kreidefelsen von Dover hatten diese Leidenden jedenfalls wenig Sinn.
Glücklicherweise legen sich solche lästigen Symptome relativ schnell, sobald wieder fester Boden unter Füßen bzw. Rädern zu spüren ist. Im tosenden Verkehr der autobahnähnlichen A2 wurde erst einmal der Höhenunterschied der Klippen überwunden. Massenphänomen dabei: Die Streckenplanung, die ein ruhigeres Sträßchen vorsah, wurde vollständig ignoriert. Nachdem die ersten Pannen sich ereignet hatten, sagen wir mal 4 auf den ersten 4 Kilometern, ging es richtig zur Sache. Der Rückenwind trieb es uns die Hügel hinab, dem Verkehr auf der Hauptverkehrsstraße bedenklich ausgesetzt. Manch einer fuhr noch einmal zum Meer hinunter (individuelle Routengestaltung!), um ein weiteres Mal in den Genuss des Anstiegs zu gelangen bzw. noch einmal das Meer vom sicheren Gestade aus in Augenschein zu nehmen. Andere schlugen sich seitwärts auf kleinen Wegen direkt nach Canterbury durch und genossen dabei die Ruhe und Beschaulichkeit der Grafschaft Kent, in der bekannterweise die 1. Etappe der diesjährigen Tour de France ausgefahren wurde. Die Reisereportage in der TOUR von Juli 2007 über diesen lieblichen Landstrich konnte durch eigene Ansicht voll bestätigt werden.
Canterbury selbst ist heute nicht nur der Sitz des Oberhaupts der anglikanischen Kirche, sondern auch ein ansehenswertes Städtchen mit historischem, aufwändig restauriertem Kern. Folglich ist es am Tag von Touristen überschwemmt. Unser eigentliches Ziel war aber nun einmal London und wir waren nur eine Etappe bzw. ca. 110 – 140 km von ihr entfernt, je nach Geschicklichkeit und Kreativität bei der Routengestaltung. In eine solche Agglomeration von 12 Millionen Menschen hineinzufahren, stellt besondere Anforderungen an den Orientierungssinn. Verfahren hat sich der Großteil der Gruppe aber bereits in der Grafschaft Kent, sodass es ein erstes und einziges Mal nötig wurde, das bereits aufgebaute Mittagsbuffet abzubauen und an anderer Stelle wieder aufzubauen. Nämlich dort, wo sich der Großteil der Radler bereits befand.
Das Ziel in London fanden dann alle sicher, unter anderem auch durch Mithilfe geneigter einheimischer Radler, die es sich zur Ehre gereichen ließen, uns ein Stück zu führen. Damit waren 12 Etappen an 13 Tagen vollendet. Zwei Tage Sightseeing in London lagen noch vor uns. Wir fuhren nicht Rad, wir fuhren Tube oder gingen zu Fuß. Das war insofern gut, als wunde Hintern, schlappe Beinmuskeln und kleine Wunden gepflegt werden konnten oder überhaupt der eine oder andere dann doch mal ein anderes Programm brauchte als Radfahren. Der wunderbaren Tour zum Trotz.
