
Mir
all sin Kölle!!
von Jane Krüger
Unter
diesem Motto fuhren 16 mutige Jugendliche mit der SoliJugend vom 16.
bis 18. Februar 2007 nach Köln, um das kölsche Treiben mal mit eigenen Augen
zu sehen und vielleicht sogar ein bisschen zu verstehen.
Schon während unserer
Hinfahrt
mit der Bahn konnten wir uns von der Freundlichkeit der Kölner
überzeugen, als uns die Schaffnerin Tipps gab, wo man am besten den
Abend verbringen kann. Kurz nach der Ankunft am Kölner Hauptbahnhof
begegneten uns schon die ersten Marienkäfer, Piraten und Clowns.
Von diesem Treiben
noch etwas
irritiert und von der Reise erschöpft, machten wir uns auf einen
Fußmarsch zur Jugendherberge Köln-Deutz. Nach einer kurzen Pause im
Zimmer ging es dann wieder Richtung Altstadt. Der eine oder andere von
uns hatte sich schon ein wenig von dem Karnevalsfieber anstecken lassen
und die mitgebrachten Verkleidungsutensilien ausgepackt und angezogen.
Nach einer kleinen
Stärkung
stürzten wir uns mitten ins Geschehen: Wir wagten uns in eine Kneipe,
tanzten und lachten dort sehr lustig mit den Einheimischen – obwohl das
kölsche Liedergut sehr anstrengend war. Ein Lied blieb uns besonders in
den Ohren hängen, es steht für die typische Frohnatur aus Köln:
"Mahatma Glück,
Mahatma Pech,
Mahatma Gandhi,
man weiß im Leben
vorher nie
genau, was kann die.
Die ganze Wahrheit
kennt noch
nicht mal der Computer,
kann man vergessen
oder eher
Kamasutra!!"

Zufrieden und kaputt fielen
wir dann alle in unser Bett. Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück
hieß es dann Bildung: Gunnar erklärte uns, wo der Karneval
eigentlich seinen Ursprung hat und wie er sich im Laufe
der Jahrhunderte entwickelte. Dies war für alle Teilnehmer
hochinteressant, da keiner von uns wusste, dass die Griechen und Römer
zu Ehren Dionysos und Saturn fröhliche Frühlingsfeste mit Wein, Weib
und Gesang feierten, während die Germanen die Wintersonnenwende als
Huldigung der Götter und Vertreibung der bösen Winterdämonen feierten.
Später übernahmen die Christen die heidnischen Bräuche, die
vorösterliche Fastenzeit wurde mit der Fastnacht oder dem Karneval
(carne vale = Fleisch lebe wohl!) eingeläutet.
Gut gerüstet mit
diesem Wissen
um die Geschichte des Karnevals zogen wir unsere mitgebrachten
Karnevalskostüme an und liefen zum Kölner Dom. Unsere Truppe bestand
aus Ärzten, Feen, einer Flamencotänzerin, einem Teufel, Cäsar, zwei
Piraten sowie Landstreicher und Cowboys. Nach einem schönen Spaziergang
durch die Altstadt stärkten wir uns dann gut bei thailändischem Essen
und flanierten anschließend den Rhein entlang.
Dann war es auch schon soweit,
wir machten uns auf den Weg zu unserem ersten Karnevalsumzug, dem
alternativen "Geisterumzug". Dieser
Umzug war aufregend, da Trommel-
und Feuerspuckkünstler und Akrobaten dem Umzug angehörten. Wir suchten
uns einen sehr guten Standpunkt aus, denn wir standen direkt unter
einer S-Bahnbrücke. Immer, wenn die Trommel- und Feuerspuckergruppen
vorbeizogen, machten sie unter der Brücke eine Extrashow. Ganz beschwingt und
beeindruckt von dem Umzug stärkten wir uns danach und ließen den Abend
bei ein wenig Tanz und Gesang ausklingen.
Der
Sonntagmorgen
war für viele von uns anstrengend, da zwei Tage Karneval in Köln doch
sehr kräfteraubend sind. Nach dem kurzen Schock, verschlafen zu haben
und der Strom in der Jugendherberge ausgefallen war, packten wir
schnell unsere Sachen und deponierten sie in dem Gepäckraum der
Jugendherberge. Dann liefen wir los zu unserem letzten Highlight
unserer Fahrt, zum "Schulumzug". Bei diesem Umzug präsentierten
sich die Schulen aus Köln und Umgebung in sehr phantasievollen und
ausgefallenen Kostümen, mit viel Musik und guter Laune. Zum ersten Mal
für uns hieß es "Kamelle, Kamelle!!!", unsere ganze Gruppe war sehr
leidenschaftlich dabei, die umher fliegenden Bonbons, Kaugummis,
Popcorn etc aufzufangen und in die Gemeinschaftstüte zu werfen. Und
unsere Ausbeute war beträchtlich, insgesamt ca. 2 kg Zuckerzeug konnten
wir erbeuten, auf welches wir uns dann auf der Zugrückfahrt
draufstürzten. Unter unserer Ausbeute befand sich auch das sauerste
Bonbon der Welt, der so genannte „ekzy yüz“, der dem armen Daniel beim
Verzehr die Tränen in die Augen trieb.
(weitere
Bilder)
Eine Nacht im Turm
von Eileen
Bethke

Eine
erlebnisreiche Tour begann am 20. Mai
2006 in Blankenfelde.
Von dort aus ging es über Felder in die Wälder von Wünsdorf bis nach
Köthen. Anfangs meinte
das Wetter es noch gut mit uns, doch am späten Nachmittag fing es dann
an zu regnen.
Aber davon ließen wir uns nicht abbringen und fuhren munter weiter.
Am Aussichtsturm auf dem
Wehlaberg angekommen, genossen wir trotz des schlechten Wetters
die herrliche Aussicht. Wir blickten auf die "Schildkröte" vom Tropical
Islands bis hin zum
Fernsehturm. Nach dem selbst zubereiteten Buffet und einem gemütlichen
DVD-Abend ging ein
schöner Tag zu Ende.
Die nasskalte stürmische Nacht verbrachten wir im
Turm, der trotz seiner luftigen
Bauweise genügend trockene Plätze für eine
Isomatten-Schlafsack-Komfortübernachtung bot.
Der Rückweg am Sonntag begann etwas regnerisch, doch das änderte sich
bald. Nach einem
kurzen Stop an der Dahme und einer kleinen Stärkung ging es dann
entspannt weiter auf
geraden Strecken zurück nach Königs Wusterhausen.
Weitere Berichte im
PDF-Format:
Radtour Berlin -
Spanien
Transsudeti 2005